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Im neuen Besucherzentrum des Weltnaturerbes Grube
Messel übergab jetzt Jürgen Geyer
aus Dieburg die Präsidenteninsignien an seinen Nachfolger, der die Geschicke
des Clubs im neuen rotarischen Jahr 2011/2012 leiten wird.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte die Geschäftsleiterin
der Welterbe Grube Messel GmbH, Dr. Marie-Luise Frey, in einer spannenden
Zeitreise die Einzigartigkeit des UNESCO-Weltnaturerbes vor und regte damit die
Rotarier zum Wiederkommen an. Sowohl die sieben Themenräume, die Schatzkammer
mit besonderen Originalfundstücken sowie die Möglichkeit, in die Grube hinunter
zu steigen und den Präparatoren bei der Arbeit zuzuschauen, seien ein
Tagesprogramm wert, so Geyer in seinen Dankesworten.
In einer kurzen Laudatio hob dann Friedel Sahm die Verdienste vom Pastpräsidenten
Norbert Kohl, Münster, hervor, der zahlreiche Clubaktivitäten in den vergangenen
Jahren angestoßen hat und insbesondere bei dem aufwändigen Förderprogramm für
die beiden großen Nepal-Projekte des Clubs viel Energie eingesetzt hatte. Für
derartiges Engagement zeichnet Rotary International Persönlichkeiten mit dem
Paul-Harris-Fellow aus, durch den an den amerikanischen Rotarygründer erinnert
wird.
In einer Nachlese ließ Jürgen
Geyer noch einmal die Höhepunkte seines abgelaufenen rotarischen
Präsidentenjahres Revue passieren, das unter dem Jahresmotto „Gemeinschaften
bilden – Kontinente verbinden“ stand: Ein Münsterer Schüler ging nach Argentinien,
als Gegenbesuch hat der Club einen Schüler aus Argentinien für ein Jahr an die
Dieburger ADS-Oberstufe übernommen. Die hiesigen Gasteltern hatten einen
entscheidenden Anteil am Einleben der Jugendlichen und dem Kennen lernen der
deutschen Gepflogenheiten. Die Aufenthalte in der weltweiten rotarischen
Familie hinterlassen bleibende Eindrücke, weiß Präsident Geyer von den Ehemaligen
zu berichten, sie bereichern unser Clubleben immer wieder.
Das weitere Engagement der Rotarier bei Jugendlichen
geht von der Unterstützung zu gesunden Kids – hier wird ein Projekt „Gesundes Frühstück“
an der Dieburger Marienschule gefördert –, über den Umgang mit Gewalt mit dem
Projekt „People’s theater“ an der Dieburger Goetheschule bis zur Betreuung
Jugendlicher in einer „Kreativwerkstatt“ bei der Dieburger Jugendförderung. Weiterhin
gilt die jährliche Zuwendung der Rotarier den beiden Schulen für Lernhilfe, der
Anne-Frank-Schule in Dieburg und der Eduard-Flanagan-Schule in Babenhausen, die
ergänzende Mittel für Ausbildung und Freizeit erhalten. Mit den Einnahmen aus
einer erfolgreichen Oldtimer-Verlosung wurde über die internationale Rotary
Foundation ein Betreuungsprojekt für junge Mütter sowie in ein weiteres Projekt
zur medizinischen Grundversorgung im ländlichen Raum in Nepal erfolgreich
gestartet. Für die zielgerichtete Umsetzung stehen Mitglieder der dortigen
Rotaryclubs zur Verfügung, sodass mit geringsten Verwaltungsaufwendungen Gutes
geleistet werden kann.
Die Einnahmen des traditionellen Linseneintopfs
auf dem Dieburger Martinsmarkt konnten 2010 dem Internationalen Rotary-Projekt
„End Polio Now!“ zu weiterem Erfolg verhelfen. Zu diesen Großspenden des Clubs
kommen immer wieder direkte Förderbeiträge von Mitgliedern, die in hiesige
Kultur- und Sozialprojekte gehen, mit denen viele Wünsche erfüllt werden
konnten, so der scheidende Präsident Geyer. Beispielhaft konnte auch spontan
den Neiße-Hochwasser-Geschädigten geholfen werden, was vom Partnerclub in
Zittau betreut wurde.
Neben den wöchentlichen Vortragsveranstaltungen
des Clubs, die im Wechsel im Dieburger Schloss Fechenbach und dem Residenzhotel
in Babenhausen stattfinden, unternimmt der Club Museums-, Theater- und
Ausstellungsbesuche, Schi- und Wandertouren, ein gemeinsames Wochenende mit dem
Partnerclub aus Zittau bis hin zu erbaulichen Klosteraufenthalten sowie das
hands-on-Projekt im Dieburger Klostergarten, was insgesamt der Gemeinschaftspflege
der 44 Mitglieder dient. Als traditionelle öffentliche Veranstaltung wird das
jährliche Schlossgespräch durchgeführt, das im letzten Jahr unter dem Thema „Herausforderung
Demenz“ stand und überaus viele Besucher zu angeregter Diskussion mit den
hochkarätigen Referenten aus medizinischen und betreuerischen Umfeld im Schloss
Fechenbach veranlasste. Mit der Unterstützung des DemenzServiceZentrums in
Groß-Zimmern für die Schulung von speziellen Ausbildern für Demenzangebote in Sportvereinen
hat der Club hier einen Grundstein für ortsnahe Hilfen gelegt, betont Geyer
abschließend.
Albrecht
Achilles aus
Dieburg, der neue Präsident für das rotarische Jahr 2011/12, stellte dann neben
dem Jahresmotto „Finde dich selbst und handle mitmenschlich“, das zu vielen sozialen
Aktivitäten und zur Zusammenarbeit aufruft, seine Vorstandsmannschaft für die
neue Amtsperiode vor: Stellvertreter und designierter Präsident des Folgejahres
ist Antonios Spanidis, Reinheim, die
Sekretärsarbeit obliegt Georg Wittenberger
aus Babenhausen, Schatzmeister bleibt Wolfgang Traiser
aus Reinheim. Die Aufgaben im Bereich des Sozialdienstes, Betreuung der Schulen
u. a. m. obliegen Hans-Otto Döll aus
Darmstadt, die internationalen Kontakte pflegt Jörg
von Mörner, Dieburg. Für den Bereich Jugendförderung bleibt Ingo Hofmann, Dieburg, verantwortlich. Um die
Planung und Durchführung von Veranstaltungen kümmert sich als neuer Clubmeister
Peter Prüssing und die Kontakte zum
Berufsumfeld pflegt Markus
Euler, beide aus Dieburg. Dem Vorstand beratend zur Seite
stehen Friedel Sahm, Babenhausen,
als Verbindungsmann zu internationalen Förderprojekten und Ludwig Seel, ebenfalls
aus Babenhausen, als Verantwortlicher für den Vortragskalender. Für die
Öffentlichkeitsarbeit bleibt Albrecht Achilles
zuständig, die neue Homepage des Clubs betreut Michael Peter
aus Otzberg. |