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Das Beet, das es zu bepflanzen galt, musste zunächst von
Unkraut befreit werden. Die Gestaltung der vom Rotary Club betreuten Parzelle
sieht eine Gräserlandschaft vor, in deren Mitte eine Sitzgruppe zum Verweilen
einladen soll.
„Hier
kann man dem Gesang des Grases lauschen“, so Achilles, Vizepräsident des Clubs.
Für diesen Platz wurde zunächst die Anlage abgesteckt und dann unzählige
Schubkarren voll Kies herangeschafft, um den Boden begehbar zu machen.
Rund
um diese Verweilgruppe, die aus verwitterungsfreiem Holz besteht und bis zum
Wendelinusfest aufgestellt werden soll, wurden bereits fünf verschiedene
Grassorten, darunter Chinaschilf, Lampenputzer und Pampasgras, angepflanzt.
„Diese Grasarten repräsentieren die fünf Kontinente“, erklärt Achilles.
Das
Gartenkonzept, das gemeinsam mit dem Guardian des Klosters, Bruder Berthold,
einigen Vertretern der Landesdenkmalpflege und dem Freundeskreis der Kapuziner
entwickelt wurde, ist dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus gewidmet.
So
beinhaltet das Konzept auch die Gestaltung der Elemente Wind, Wasser, Feuer
sowie der Gestirne.
Diese
Idee resultiert aus der Bachelor-Arbeit über die Gartenanlage des
Kapuzinerklosters, die Mareike Völp, Studentin der Hochschule Rhein-Main in
Geisenheim aus dem Fachbereich Landschaftsarchitektur bereits im letzten Jahr
erarbeitete.
Die
Initiative des Projekts Klostergarten entstand aus einer Idee des OWK Dieburg.
Da die Kapuziner den großen Klostergarten nicht mehr wie früher pflegen und
betreuen können, kam man auf die Idee der Hilfeleistung. Bei dieser Hilfe
schwebten dem Initialgeber Franz Zoth, Vorsitzender der OWK-Ortsgruppe, keine
großen Aktionen, sondern eher zeitlich begrenzte und regelmäßige
Arbeitseinsätze im Rahmen von ein bis drei Stunden vor.
Diese
Idee konnte bislang bereits sehr gut verwirklicht werden und auch der Rotary
Club nutze die Möglichkeit, das Projekt „Klostergarten“ tatkräftig und
finanziell zu unterstützen.
Auch
nach der erfolgreichen Bepflanzung werden die Mitglieder des Clubs dem „Wind“
ihre Pflege angedeihen lassen und so werden die gepflanzten Gräser sicherlich
wachsen und gedeihen und sich bald im Wind wiegen.
„Dieburg
besitzt mit dem Klostergarten ein besonderes Kleinod, das es wiederzuerwecken
gilt“, sagt der Präsident des Rotary Clubs Dr. Jürgen Geyer.
„Dieser
Garten ist über 150 Jahre alt und wir leben noch immer daraus“, sagte er. Der
Garten beinhaltet für Bruder Berthold einen Weg der Besinnung. „Hier kann man
Ruhe finden, Gedanken verweilen lassen und neue kreative Ideen finden“,
beschreibt Berthold die Schönheit und Einzigartigkeit des Klostergartens. |